Nie wieder ist jetzt!

Am Montag, dem 13.04.2026, fuhr unsere gesamte 9. Jahrgangsstufe in die KZ-Gedenkstätte Dachau. Wir starteten um 8 Uhr und erreichten nach einer etwa zweistündigen Fahrt unser Ziel.
Bevor die Führungen begannen, wurden wir in vier Gruppen eingeteilt. Wir besichtigten unter anderem den Bunker, die Baracken, den Appellplatz und das Krematorium.
Besonders erschreckend war für mich die Überbelegung des Lagers. Ursprünglich war das Konzentrationslager für etwa 6.000 Gefangene ausgelegt, doch bei der Befreiung am 29.04.1945 fanden sich dort über 30.000 Menschen – also ein Vielfaches der vorgesehenen Kapazität. Erschütternd war außerdem die Tatsache, dass insgesamt etwa 200.000 Menschen im KZ Dachau inhaftiert wurden, von denen über 40.000 ums Leben kamen.
Während der Führung erfuhren wir von einem Häftling, der laut Bericht acht Monate lang im Bunker eingesperrt war. Normalerweise wurden Gefangene dort für einige Tage oder Wochen bestraft, wenn sie aus Sicht der SS ein Fehlverhalten gezeigt hatten. In diesem Fall handelte es sich jedoch um einen politischen Gegner der Nationalsozialisten, weshalb er deutlich länger und unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten wurde. Sogar die Fenster seiner Zelle waren zugenagelt, sodass kaum oder kein Sonnenlicht hineinkam.
Der Tag war interessant und zugleich aber sehr eindrücklich und bedrückend. Es ist schwer vorstellbar, welches Leid die Menschen an diesem Ort ertragen mussten.
Diese Ereignisse dürfen niemals in Vergessenheit geraten. Gerade deshalb bedeutet „Nie wieder“ nicht nur, sich an die Vergangenheit zu erinnern, sondern auch heute aufmerksam zu bleiben, damit sich solches Unrecht nie wiederholt.

Niclas Lang, 9d

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