„Plastic Pirates“ im Einsatz an der Zenn

Die meisten von uns denken beim Thema „Plastik“ vermutlich eher an die Vorteile von Kunststoffen im Alltag – sei es als Verpackungsmaterial oder beispielsweise als Smartphonehülle. Die Nutzung von Plastik hat jedoch auch eine Schattenseite: Viele Verpackungsreste gelangen oft unbeabsichtigt in die Umwelt und schließlich über Flüsse ins Meer. Dort stellen sowohl größerer Plastikmüll als auch Mikroplastik eine erhebliche Belastung für das Ökosystem Meer dar. Meeresbewohner halten Plastikreste häufig für Nahrung, was schwerwiegende Folgen haben kann. Doch Plastikmüll im Meer gefährdet nicht nur Tiere, sondern indirekt auch uns Menschen, etwa durch den Verzehr von Fischprodukten, die mit Mikroplastik belastet sind.

Aus diesem Grund haben wir uns als Klasse 7B zusammen mit Herrn Kroner dazu entschieden an der europaweiten Aktion „Plastic Pirates – Go Europe!“ (https://www.plastic-pirates.eu/de) teilzunehmen, um zu erforschen, wie viel (Plastik-)Müll sich tatsächlich im und um den Fluss Zenn in Langenzenn befindet.

Die Plastic-Pirates-Aktion begann bereits einige Wochen vor der eigentlichen Exkursion. Nachdem wir das Thema „Plastikmüll im Meer“ ausführlich im Unterricht behandelt haben und die Klasse in vier Arbeitsgruppen eingeteilt haben, konnte es am Morgen des 14.07.26 losgehen.

Gemeinsam liefen wir von der Schule zum Schießhausplatz in Langenzenn. Dort begann die Forschungsarbeit: Die Gruppe A beschäftigte sich u. a. mit dem Sammeln des Mülls am landwirtschaftlich genutzten Flussufer. Die Gruppe B übernahm die Sortierung der gesammelten Abfälle. Die Gruppe C zählte treibenden Müll im Fluss und entnahm mithilfe eines speziellen Netzes Proben zur Untersuchung von Mikroplastik. Unsere Aufgabe als Reporterteam bestand darin, die Ergebnisse zu dokumentieren. Darüber hinaus gingen wir der Frage nach, woher der Müll stammen könnte und welche Ursachen hinter der Verschmutzung stehen. Dazu führten wir Interviews mit Anwohnern und Passanten.

Nach etwa einer Stunde des Sammelns und Sortierens erhielten wir folgende Ergebnisse: Insgesamt wurden 0,410 Kilogramm Müll gefunden. Den größten Anteil machten Zigarettenstummel aus – insgesamt 330 Stück. Darüber hinaus fanden wir zahlreiche Verpackungen von Lebensmitteln sowie Papierabfälle. Erfreulicherweise konnte in diesem Jahr kein Mikroplastik im Fluss nachgewiesen werden. Auch beim treibenden Müll im Wasser wurde lediglich eine Plastiktüte registriert. Ein Großteil des Mülls befand sich stattdessen am Rand von Gehwegen, die zu einem Spielplatz führten, sowie im Bereich einer nahegelegenen Baustelle. Vermutlich wurde dieser Abfall von Passanten achtlos weggeworfen.

Insgesamt wurde deutlich mehr Müll gefunden als im vergangenen Jahr. Selbstverständlich nahmen wir den gesammelten Abfall anschließend mit und entsorgten ihn ordnungsgemäß in den dafür vorgesehenen Mülltonnen auf dem Schulgelände. So konnten wir zumindest einen kleinen Beitrag zum Schutz der Umwelt und der Meere leisten.

Das Projekt hat uns viel Freude bereitet und uns zugleich die Folgen einer falschen Müllentsorgung eindrucksvoll vor Augen geführt. Auch im nächsten Jahr soll die Aktion wieder stattfinden. Auf die Ergebnisse sind wir schon jetzt gespannt…

Das Reporterteam der Klasse 7B

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