Wolfgang-Borchert-Gymnasium Langenzenn
Naturwissenschaftlich-Technologisch und Sprachlich
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YEAH BUDDY!

001Wir waren in den USA!

Nach 17-stündiger Reise kamen wir erschöpft und hungrig (Merke: bei Icelandair gibt es kein kostenloses Essen im Flugzeug!) am Flughafen von Seattle an. Nach superliebem Empfang – hurra, das Englischsprechen fing an – ging es für jeden von uns in sein neues Zuhause .

Hmmmm, erst mal ungewohnt, so ein amerikanisches Haus! Fängt schon damit an, dass es statt Türklinken Knäufe gibt.

Gott sei dank hatten wir zunächst eine Woche Ferien. Dementsprechend fiel uns das Einleben wesentlich leichter, da wir durch die vielen gemeinsamen Aktivitäten viel schneller und besser neue Leute kennengelernt haben.

Zum Beispiel ging es oft zum Shoppen oder auch in den „family-fun-center" (eine Art kleiner Freizeitpark) – hier konnten wir sowohl andere Mitglieder des Austausches kennen lernen, als auch die Freundinnen und Freunde unserer jeweiligen Austauschschüler und Austauschschülerinnen.

Bei einem Bowling-Nachmittag in der ersten Woche, bei dem alle Teilnehmenden des Programms kamen, hat man schon gemerkt, wen man sympathisch findet; diese Grüppchen haben sich dann auch den ganzen Austausch gehalten und meistens etwas zusammen gemacht, z.B. sind einige ins Kino – dass der Film logischerweise in Englisch war, war für uns eigentlich kein Problem, so waren wir mittlerweile an diese Sprache gewöhnt - okay, es war ein Kinderfilm :D - oder waren im Park.

Bei all diesen Unternehmungen hatten wir auch während unseres gesamten Austausches viel Glück mit dem Wetter (jedenfalls für die Region Seattle/Renton, wo es in dieser Jahreszeit normalerweise nur regnet) - wir hatten eben die Sonne aus Deutschland mitgebracht.

Am Donnerstag in den Ferien stand dann unser erster Ausflug nach Seattle an. Allererster Eindruck: Seattle besteht so gut wie nur aus Starbucks (by the way, wir waren fast jeden Tag in einem, in unserer „Heimatstadt" Renton). Zweiter Eindruck: Seattle ist eine wunderschöne Stadt und der Ausblick von der Space Needle - ist echt ein Muss! - und unbeschreiblich..

Zum Abschluss des Tages waren wir dann noch bei einem Spiel der Seattler Baseballmannschaft Mariners. Das war jetzt nicht ganz so spannend, denn es passierte echt nichts auf dem Spielfeld, außerdem war es kalt!

Nach einer viel zu kurzen Ferienwoche- das Wochenende verbrachten die meisten wieder mit ihrer Familie - ging die Schule um 7 Uhr 20 (!!) los. Die ersten Tage gingen wir mit unseren Austauschpartnern mit und lernten ihren Unterricht kennen. Schon nach zwei bis drei Tagen wurde es aber ziemlich eintönig, da die Amerikaner jeden Tag den gleichen Stundenplan haben. Gott sei Dank durften wir uns dann auch andere Fächer wie Jewelry (Schmuck herstellen) oder GOALS (die Klasse mit den Behinderten, die in Amerika auch in die High School gehen) besuchen, das war dann doch interessant.
Die Vorurteile, die man bekommt, wenn man American-Highschool-Filme anschaut, wurden uns größtenteils bestätigt. Jeder zieht genau das an, auf das er Lust hat, ob das jetzt Hausschuhe sind oder Katzenohren, ist ihnen egal. Standard ist, dass die Jungen ihre Socken trotz kurzer Hose bis zu den Knien hochziehen und Mädchen immer zwei verschiedenfarbige anziehen.
Nach ein paar Tagen haben wir uns dann an die Schule gewöhnt – und die Schule sich an uns.
Bei unserem zweiten Trip nach Seattle - wieder ein Donnerstag - besichtigten wir die Gumwall (eine Wand, vollgeklebt mit Kaugummis), an der auch wir uns verewigt haben – mit Kaugummis natürlich!
Danach ging es durch den Pike-Place-Market zum ersten Starbucks der Welt! Auch Zeit zum Shoppen hatten wir ;).
Nach getrennt verbrachten Wochenenden ging es dann auch schon nach Orcas Island – leider nur die Deutschen. Nach ca. 1,5 h Autofahrt dann schon der schwerste Teil der Reise: Das Einkaufen für die jeweils geplanten Essen der zwei eingeteilten Kochgruppen. Kauft mal bitte für drei Mahlzeiten mit 130 $ ein, um 16 Leute satt zu machen. Eine Paprika hat übrigens 3$ gekostet.
Das Budget wurde also überzogen. Als wir am Ende unsere Aufenthalts auf der Insel ewig viel Essen übrig hatten, wussten wir auch, wo wir hätten sparen können.
Wir wohnten - nach Geschlecht getrennt - aufgeteilt in zwei Blockhütten (das lief nicht gerade diskussionslos ab) an einem wirklich wunderschönem Strand .
Und auch hier hatten wir Glück mit dem Wetter, nach einem regnerischen Nachmittag klärte sich der Himmel zunehmend auf und blieb auch den nächsten Tag wolkenfrei. Vielleicht auch deswegen gingen fast alle an einem der zwei Tage in den Pazifik zum „Schwimmen" - eigentlich war es nur schnell einmal Hineinrennen, ca. drei Sekunden drin stehen und wieder raus, da das Wasser echt eiskalt war!
Am Abend war es ein Muss, ein Lagerfeuer zu machen – mit Gitarre, was das Ganze noch reizvoller gemacht hat.
Am nächsten Tag folgte dann der Höhepunkt unseres dreitägigen Trips:
Kajaking, wo wir Flora und Fauna hautnah erlebt haben: Robben, die neben uns im Meer geschwommen sind und sich auf Felsen gesonnt haben, Seesterne, die wir sogar anfassen konnten (fühlen sich an wie Steine) und noch viel mehr. Ins Wasser gefallen ist auch keiner. Aber es gab einige, die sich zunächst ein bisschen dumm anstellten ;). Da es jedoch nicht genug Kajaks für alle gab, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, eine zum Kajaking und die andere stieg (The American way, d.h. mit dem Auto soweit es ging und dann den Rest zu Fuß :D) auf den höchsten Berg der Insel, wo man bis nach Kanada und somit Vancouver schauen konnte!
Einerseits waren das zwar wunderschöne Erlebnisse und wir wären gerne noch länger auf der Insel geblieben, aber andernseits wollten wir wieder zurück zu unseren Amerikanern. Wir hatten immer das Abflugdatum im Hinterkopf, deswegen wurden die letzten drei Tage noch ausführlich genutzt, um möglichst viel Zeit mit den Amis zu verbringen.

Die drei Wochen gingen vorbei wie im Flug, die meisten von uns haben es erst gar nicht realisiert, als es hieß, dass es Zeit ist Koffer zu packen.

Und damit auch Abschied von all den neuen Freunden zu nehmen und der Familie, die sich die drei Wochen um einen gekümmert hatte, als wäre man eines ihrer Kinder gewesen.
Dementsprechend war der Abschied tränenreich und bei denen, die gegen die Tränen ankämpfen konnten, sah man im Gesichtsausdruck, dass sie doch lieber noch ein wenig hiergeblieben wären, auch wenn sie ihre deutschen Freunde und Familie vermisst hatten.
Amerika hat uns superoffen und nett aufgenommen und sich – unserer Meinung nach – von seiner besten Seite gezeigt.
Keiner von uns wird diese Zeit vergessen und jeder hat das eine oder andere für sich persönlich mitgenommen.

America, we will come back!

Sarah Kirschbaum & Natascha Oeschey

 

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